Bischof Bernhard von Paderborn lässt eine Landesburg errichten, genannt „Vorstenburg“. Der Burghauptmann verwaltet einen weiten Landbezirk, der von Paderborn bis zur Diemel reicht.
Die Gerichtsarbeit im fürstbischöflichen Amt Wünnenberg erhalten die Herren von Westphalen.
Im Schutze der Burg gründen die Herren von Westphalen ihre „Freiheit Fürstenberg“.
Eine Druck- und Gefälleleitung leitet Trinkwasser in vier Bottiche, die Kümpe genannt werden.
Im Bereich des Patrimonialgerichts finden zahlreiche Hexenprozesse statt.
Der Wassermeister Goert Nüthen wartet die Wasserleitung. Er wird als „Zauberer“ angeklagt.
Zum „vornehmen Marktflecken“ Fürstenberg gehören die Feld- und Waldfluren der in den Fehden untergegangenen Kirchdörfer Vesperthe, Eilern und Dorsloh.
Ein Brand vernichtet das ganze Dorf. Danach erlebt der Ort seine Bütezeit; stattliche Fachwerkhäuser und repräsentative Gebäude aus Stein werden neu errichtet.
- 1728, 31. März: Jakob Verkiendts und Anna Margarethe Stroht, Kirchstraße 5
- 1728, 18.Mai: Martin und Catharina Blinden, Forstenburgstraße 18
- 1736: Altes Gericht, Patrimonialgericht der Herren von Westphalen
- 1751: Katholische Pfarrkirche
- 1778: Gut Fürstenberg
- 1783: Schloss des Fürstbischofs Friedrich Wilhelm von Westphalen
- 1788: Gut Eilern
- 1797: Gut Wohlbedacht
- 1828: Runde Schule, Mädchenschule
Die Glashütte im Aatal fertigt Gebrauchsgeschirr.
Für das Dorf werden 198 Hausnummern vergeben. Hinzu kommen die Gebäude des Grafen von Westphalen.
Das Dorf und das Schloss werden Schauplatz der heftigsten revolutionären Unruhen im Paderborner Land. Das Archiv der Grafen von Westpahlen geht in Flammern auf.
In 320 Häusern leben 1711 Einwohner.
Auf Glashütte wird eine Schule eingerichtet.
Nach dem Sieg über Frankreich gründet sich ein Kriegerverein.
Amtmann Stennes richtet am Waldbach eine Fischzucht ein, die später als Königliche Fischzucht-Anstalt von Emil Rameil im Aatal betrieben wird.
Die Volkszählung nennt namentlich 1447 Einwohner in 225 Wohnhäusern mit 270 Haushalten.
Ende des 19. Jahrhunderts : Weitere öffentliche Bauten:
- 1854: Evangelisches Bethaus mit Schule
- 1885: Krankenhaus St. Clemens
- 1886: Amtshaus , Amt Wünnenberg zu Fürstenberg
- 1891: Rote Schule, Jungenschule
- 1893: Königlich Preußisches Amtsgericht
- 1894: Pastorat, Pfarrhaus
- 1901: Gräfliches Forstamt
- 1903: Kaplanei, Vikarie
- 1905: Sammelmolkerei Hombrink
- 1907: Kaiserliches Postamt
1. Weltkrieg: 257 Kriegsteilnehmer, 38 Tote, 47 Verwundete
Rektoratsschule Progymnasium mit Latein, Französisch und Griechisch.
Einweihung der Kriegergedächtnis Kapelle.
Bau der 4klassigen Volksschule „Canisiusschule“.
Runde Schule wird Kindergarten „Kinderbewahrschule“.
Gärtnerei Anton Nübel
Das von Wilhelm Weitekamp angelegte Sägewerk beschäftigt 20 Arbeiter.
Einwohnerzahl 1350.
Feldflugplatz wird gebaut von „mehr als 1000“ Zwangsarbeitern.
noch 41 Personen in Kriegsgefangenschaft, 44 vermisst.
Einwohnerzahl 2.120, darunter 851 Flüchtlinge und Evakuierte.
Siedlung Esche auf 5 ha Bauland können 61 Häuser errichtet werden.
Evangelische 1klassige Volksschule.
Landwirtschaftsschule mit einer Klasse für Mädchen.
Realschule mit gymnasialem Zweig.
Aufteilung Gut Eilern / Friedrichsgrund:
15 Vollerwerbsstellen und 5 weitere Häuser werden aufgebaut.
Neues Realschulgebäude.
Neu- und Erweiterungsbau als Schulzentrum für Realschule und Hauptschule.
Profilschule Fürstenberg als Ganztagsschule.